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„S(w)inging Christmas“-Konzert zum Abschluss der Weihnachtszeit, Bonner Rundschau, 10.01.2017

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Wie Weihnachten ohne Plätzchen

 

„S(w)inging Christmas“-Konzert zum Abschluss der Weihnachtszeit

 

VON FELICITAS ZINK

 

Bonn. Bis auf den letzten Platz waren die Kirchenbänke im Münster besetzt, als Kantor Markus Karas wie in jedem Jahr als Abschluss der Weihnachtszeit zu seinem populären Konzert „S(w)inging Christmas“ eingeladen hatte. Mit dem Frauenchor „BonnSonata“, dem „Rheinischen Jugendchor Bonn“ sowie Valerie Haunz als Solo-Sopranistin hatte er eine engagierte Sängerinnenschar auf seiner Seite. Mit Klavier (Matthias Krella), Schlagzeug (Stefan Schwebig) und allerlei Elektro-Sounds (Hubert Arnold) war die Band um das vielfältige Programm mit altbekannten Weisen und von Jazz angehauchter Weihnachtsmusik perfekt.

Natürlich durfte da John Rutter nicht fehlen: „Ein Weihnachten ohne den englischen Komponisten käme inzwischen einem Weihnachten ohne Plätzchen gleich“, so Markus Karas. Von Rutter waren dann das eingängige „Angel’s Carol“ und „Mary’s Lullaby“ zu hören. Richtig zu Herzen ging nicht zuletzt das Christmas-Medley von Josef Ant. Er zitiert „Deck The Hall“ neben „Ihr Kinderlein kommet“ oder „Jingle Bells“ und brachte damit die Zuhörer hier und da zum Mitsummen. Karas selbst hatte „You Are My Guiding Star“ für Chor und Solo eingängig arrangiert.

Nostalgisch wie in alten amerikanischen Filmen wurde es mit den Christmas Songs von Johnny Mandel „A Christmas Love Song“ oder „Merry Christmas to You“ (Tormé/Wells), in denen die kleine Band stilsicher den richtigen Klang traf.

Martin Carbows Jazz-Arrangements liegen Markus Karas offensichtlich besonders am Herzen und seine unorthodoxen Bearbeitungen für Chor, etwa von „O Tannenbaum“, „O du fröhliche“ oder „Leise rieselt der Schnee“, nicht zu vergessen die extravagante, afrikanisch inspirierte Version von „Vom Himmel hoch“ kamen gut an. Vermutlich nicht zuletzt deshalb, weil der Chor und die Solistin offenbar richtig Freude beim Singen hatten.

Nach einer Stunde abwechslungsreicher Weihnachtsmusik ertönte das traditionelle Spiritual „Go, Tell It on the Mountain“ in einer Bearbeitung von Paul Sjolund. Mit der Zugabe „Santa Baby“ wurde dann die Grenze von der Weihnachtszeit hin zur fünften Jahreszeit überschritten: Sichtbar nicht zuletzt in der Krippe des Münsters, in der das Prinzenpaar angekommen war.

 

Bonner Rundschau, 10.01.2017, Bonner Kultur

 

Aktualisiert ( Donnerstag, den 12. Januar 2017 um 15:04 Uhr )  

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